The Old Black Dog – Lektion

The Old Black Dog macht aus einer kulturübergreifenden appalachischen Mountain-Blues-Familie eine Mittelstufenlektion in chromatischer Vorbereitung, schnellem Farbwechsel und veränderter Wiederholung.

Schwierigkeit
Mittelstufe
Tempo
120 BPM
Takt
4/4
Tonart
C Blues-Inflected
Tonumfang
B♭4 to G5

The Old Black Dog: Geld, Ansehen und Mountain Blues

Liedgeschichte Dick Justices Aufnahme von 1929, die Black-Dog-Blues- und Last-Gold-Dollar-Familie, Appalachia-Netzwerke und Whisflos Fassung.

Dick Justices Aufnahme von 1929

Der Sänger und Gitarrist Dick Justice aus West Virginia nahm „Old Black Dog“ am 20. Mai 1929 in Chicago auf. Brunswick veröffentlichte es mit „Cocaine“ auf Platte 395. Justice stammte aus dem Kohlenrevier von Logan County und bewegte sich zwischen Balladensängern, Fiddlern, Banjospielern und Bluesgitarristen.

Nach Angaben der West Virginia University lernte er das Lied wahrscheinlich vom schwarzen Kentucky-Bluesmann und Eisenbahner Bayless Rose. „Wahrscheinlich“ bleibt die richtige Grenze: Ein zeitgenössisches Dokument des Lernmoments fehlt. Die Platte ist ein Schlüsselbeleg, kein Autorschaftsnachweis.

Eine Familie mit mehreren Namen

Smithsonian Folkways verbindet das Stück mit Black Dog Blues, Call Me a Dog und Last Gold Dollar. Es berührt auch das Glücksspiel-Lied „Don’t Let Your Deal Go Down“, das Charlie Poole 1925 aufnahm.

Der Witz ist sozial und finanziell: Abwesend oder arm wird der Reisende „Hund“ genannt; mit Geld wird er freundlich empfangen. Wanderverse handeln von Glücksspiel, Zügen, Rechnungen, Kentucky und Tennessee. Das ist keine Erzählung über einen wirklichen Hund.

Schwarze und weiße Netzwerke

Justices Repertoire verband ererbte Balladen, appalachische Tanzmusik und Blues- oder Vorblues-Gitarre. Kontakte zu Rose und dem schwarzen Fiddler Pete Hill widersprechen dem Bild einer isolierten „weißen Bergmusik“.

Eisenbahn, Bergbau, Tanz, Schallplatte und persönlicher Austausch ließen Material Grenzen überschreiten. Zugleich kann nicht jede Wendung einem einzigen Lehrer gehören. Rein schottisch, rein Blues oder ausschließlich Justice wäre jeweils zu einfach.

Veränderung gehörte dazu

Die Stoneman Family nahm „Black Dog Blues“ in den 1950ern für Folkways auf. Bascom Lamar Lunsford und Feldmusiker bewahrten „Last Gold Dollar“-Verwandte. Smithsonian betont, dass südliche Sänger Text und Melodie veränderten.

Justice ist eine wichtige Quelle, nicht die einzige authentische Version. Britische Geisterhundsagen und Led Zeppelins späteres „Black Dog“ sind trotz gleicher Wörter nicht belegt verwandt.

Whisflos acht Takte

Die Fassung ist C-bluesgefärbt, 4/4, bei 120 BPM. Sie reicht B♭4–G5, nutzt B♭, C, D, E♭, E natürlich und G und zählt 43 Anschläge. Acht B♭ und sieben E♭ ergeben 15 Schieberanschläge; 28 sind natürlich.

In A–A′ wird beim zweiten Durchlauf ein G durch E♭ ersetzt und zwei letzte Viertel-C werden zu einem halben C. E♭ und E natürlich über C machen die alte Bezeichnung e-Moll falsch.

Der direkte Vergleich mit Justices Aufnahme von 1929 bestätigt die Refrainkontur, doch der Sänger biegt Tonhöhen und dehnt die Zeit. Dies ist eine gleichstufige Lehrtranskription bei 120 BPM, keine Behauptung historischer Starrheit; Nylon-Gitarre ersetzt den schärferen Flötenklang.

Den Farbwechsel üben

Beginne bei 72 BPM mit Takt 2 und 6: Der fünfte Ton ist zuerst G, dann E♭. Der Schieber muss vor dem Zungenstoß am Ziel sein. Vergleiche Takt 4 und 8: zwei C-Anschläge gegen ein gehaltenes C.

Steigere über 88 und 104 auf 120 BPM. Bluesfarbe entsteht durch genaue Tonhöhe und stabilen Puls, nicht durch absichtlich rauen oder hauchigen Klang.

Zuletzt geprüft am 10. August 2026

Quellen und Forschungsnachweis

  1. 01 Dick Justice John Haddox Collection, West Virginia University
  2. 02 Illustrated Dick Justice Discography Stefan Wirz American Music
  3. 03 Old-Time Tunes of the South Smithsonian Folkways Recordings · 1957
  4. 04 Old-Time Tunes of the South — Original Liner Notes Smithsonian Folkways Recordings · 1957
  5. 05 If You Ain’t Got the Do-Re-Mi Smithsonian Folkways Recordings · 2007
  6. 06 If You Ain’t Got the Do-Re-Mi — Liner Notes Smithsonian Folkways Recordings · 2007
  7. 07 Ballads, Banjo Tunes and Sacred Songs of Western North Carolina Smithsonian Folkways Recordings · 1996
  8. 08 Close to Home: Old Time Music from Mike Seeger’s Collection 1952–1967 Smithsonian Folkways Recordings · 1997
  9. 09 Don’t Let Your Deal Go Down Blues — Columbia 15038-D Library of Congress National Jukebox · 1925
  10. 10 Neil V. Rosenberg Bluegrass Music Collection Finding Aid American Folklife Center, Library of Congress
  11. 11 Old Black Dog — Digital Traditions South Carolina ETV Education
  12. 12 Barn Dance — Little Black Train FolkWorks · 2012
  13. 13 Old Black Dog — Dick Justice, Brunswick 395 1929 Brunswick recording via Stefan Wirz discography and YouTube · 1929

Übungsplan Takt für Takt

  1. Modul 1: Nicht geübt, beste Punktzahl 0%.
  2. Modul 2: Nicht geübt, beste Punktzahl 0%.

Bringe die Tonreihe unter deine Finger

Gehe die im Stück verwendeten Töne durch und kehre mit demselben ruhigen Atem und derselben Fingerhöhe zurück.

Übung · Bringe die Tonreihe unter deine Finger

Gehe die im Stück verwendeten Töne durch und kehre mit demselben ruhigen Atem und derselben Fingerhöhe zurück.

Modul 1 · Takte 1-4 · die Eröffnungsphrase festigen

Beginne das Stück mit ruhigem Ansatz und lass die erste Phrase bewusst klingen, bevor du weiterspielst.

  • Spiele die Takte 1-4 ohne Pause durch.
  • Halte ein gleichmäßiges Tempo vom ersten bis zum letzten Ton.
  • Lande den letzten Ton sauber mit zentriertem Klang.
Beste Punktzahl 0%

Übung · Takte 1-4

Beginne das Stück mit ruhigem Ansatz und lass die erste Phrase bewusst klingen, bevor du weiterspielst.

Kontrollpunkt · Takte 1-4

Nutze diesen kurzen Checkpoint, um zu prüfen, ob der vorherige Übungsblock sitzt, bevor du weitergehst.

Modul 2 · Takte 5-8 · das Stück sauber abschließen

Behandle die Takte 5-8 wie eine eigene Übung und lass die letzte Landung gesetzt klingen, nicht zufällig.

Mitglieder

Grifftipps für dieses Stück

  • Halte die Mundharmonika mittig und wechsle die Löcher mit kleinen Bewegungen.
  • Bereite das nächste Loch vor, bevor der aktuelle Ton endet.
  • Bereite den Schieber vor jedem veränderten Ton vor und löse ihn beim Naturton.

Übungstipps für dieses Stück

  • Übe jeden Abschnitt langsam mit Metronom und erhöhe das Tempo erst nach drei sauberen Durchgängen.
  • Markiere Atemstellen in den Pausen und unterbrich gehaltene Töne nicht zu früh.
  • Nimm einen vollständigen Durchgang auf und höre zuerst auf Puls, dann auf Tonhöhe und Artikulation.

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Enthält Takte 5-8

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