Mitty Matty – Lektion

Mitty Matty macht einen transatlantischen Auszählreim zu einer kompakten Lektion über Achtelpaare, Viertellandungen und effiziente Zweitonbewegung.

Schwierigkeit
Anfänger
Tempo
98 BPM
Takt
2/4
Tonart
C Major
Tonumfang
B4 to E5

Mitty Matty: der Hühnerreim, der ein Kind auszählte

Liedgeschichte Verfolge Mitty Matty von einem Georgia-Text von 1883 und einer irischen Auszählfassung von 1888 bis zur Aufnahme der Clancy Children und übe Whisflos exakten Viertonrhythmus.

Das Huhn entschied mit, wer „raus“ war

Die heute bekannte Kurzstrophe erzählt von Mitty Mattys Huhn, das Eier für Herren legt, manchmal neun und manchmal zehn, und als „feistes Huhn“ endet. Die Lautkette Matty–hen–gentlemen–ten lässt sich leicht auf einen gleichmäßigen Puls sprechen.

Die längere historische Fassung zeigt den Zweck. Henry Carrington Boltons The Counting-Out Rhymes of Children (1888) kennzeichnet Nummer 799 als Irland. Nach dem Huhn fragt sie, wer zu Hause sei, nennt Vater, Mutter und Jumping Joan, buchstabiert O-U-T und schickt jemanden hinaus. Jede Silbe konnte auf das nächste Kind fallen, bis eines ausgewählt oder ausgeschlossen war.

Das moderne Ende „fine fat hen“ ist eine kompakte Singfassung. Boltons irischer Text endet an der Tür; die benachbarte Georgia-Fassung endet nach „manchmal neun, manchmal zehn“. Mündliche Reime besitzen keine unveränderliche Schlussstrophe.

Irland ist ein Zweig, nicht die bewiesene einzige Quelle

Fünf Jahre vor Bolton verzeichnete William Wells Newell in Games and Songs of American Children „Mittie, Mattie had a hen“ aus Georgia. Bolton druckte danach eine lange irische und eine kurze georgische Form. Ende des 19. Jahrhunderts war der benannte Reim auf beiden Seiten des Atlantiks nachweisbar.

Er gehört zu einer größeren Familie. Auf denselben Seiten stehen Hickety, Pickety, My Black Hen-Fassungen aus Connecticut und England. Die Nonsenswörter wechseln, doch Huhn, Eier für Herren, täglicher Besuch und die Zahlen fünf, neun oder zehn bleiben.

„Irisch“ ist für eine bestimmte Fassung oder Clancy-Aufnahme passend. Als ausschließlich bewiesener Geburtsort reicht Irland nach diesen Vergleichsquellen nicht aus.

Alte Wörter bedeuten nicht eine einzige alte Melodie

Die Sammlungen von 1883 und 1888 sichern Text und Spielgebrauch, nicht aber eine universelle Melodie. Eine heutige Unterrichtsseite erklärt sogar, ihre Melodie sei aus einem ähnlichen irischen Reim ergänzt worden, während dieser Text traditionell gesprochen wurde.

Die Clancy Children gaben dem Reim später eine dauerhafte Aufnahmegestalt. Diskografien nennen Mitty Matty auf So Early in the Morning: Irish Children’s Traditional Songs, Rhymes and Games, um 1959 für Tradition aufgenommen und in den frühen 1960ern veröffentlicht beziehungsweise neu aufgelegt.

Text des 19. Jahrhunderts, Aufführung des 20. Jahrhunderts und moderne Schulnotation müssen getrennt bleiben. Das Whisflo-Repository nennt keine konkrete Vorlage für seine Melodie.

Warum Musikpädagogik den Reim bewahrt

Die New York State School Music Association führt Mitty Matty als Material zum Erkennen von Achtelpaaren und Viertelnoten. Zwei schnelle Silben bewegen sich, eine längere landet.

Der Spielplatz und der Instrumentalunterricht brauchen denselben Puls. Beim Auszählen entscheidet er, wen die Silbe trifft; beim Spielen, ob ein Ton einen halben oder ganzen Schlag dauert. Das kleine Tonmaterial hält die Aufmerksamkeit auf dem Rhythmus.

Whisflos acht Takte genau lesen

Die Fassung steht in C-Dur, 2/4, 98 BPM, reicht von B4 bis E5, nutzt B, C, D und E und zählt 28 Anschläge. Alle Töne sind natürlich; der Schieber bleibt losgelassen.

Takte 1–2 wechseln C–E in vier Achteln und landen nach C–E auf einem Viertel-E. Takte 3–4 spiegeln das mit B–D. Takte 5–6 kehren zu C–E zurück. Takt 7 bricht das Paar als E–D–B–D auf; Takt 8 antwortet E–C und Viertel-C.

Der erste Takt jedes Paares hat vier Anschläge, der zweite zwei Achtel plus ein Viertel und damit drei. Insgesamt erscheinen C achtmal, D sechsmal, B viermal und E zehnmal.

Die Zweiton-Schaukel effizient üben

Beginne bei 62 BPM mit C–E–C–E. Bewege die Mundharmonika statt des Kopfes und artikuliere vier gleiche Achtel weich. Spiele danach C–E–E und halte das letzte E doppelt so lang, ohne stärker zu blasen.

Übertrage das auf B–D. Isoliere anschließend Takt 7, E–D–B–D, da nur er die einfache Schaukel verlässt. Verbinde Taktpaare bei 62, 74, 86 und 98 BPM; das Schluss-C erhält einen vollen Schlag.

Sprich zum Abschluss verschiedene historische Fassungen über den Rhythmus. Dass lange Texte nicht immer passen, zeigt gerade, wie lebendige Reime neue Wörter, Sprechweisen und Melodien erhalten.

Zuletzt geprüft am 10. August 2026

Quellen und weiterführende Lektüre

  1. 01 Games and Songs of American Children Internet Archive / Library of Congress scan · 1883
  2. 02 Games and Songs of American Children — searchable public-domain edition Project Gutenberg · 1883
  3. 03 The Counting-Out Rhymes of Children — items 799–802 Digitised Google Books library copy · 1888
  4. 04 Counting-Out Rhymes: A Dictionary — entry 213 University of Texas Press / Roger D. Abrahams and Lois Rankin · 1980
  5. 05 Mitty Matty Had a Hen — Irish children’s rhyme and variants Mama Lisa’s World
  6. 06 Mitty Matty had a hen — counting-out rhyme teaching page Singing Games for Children
  7. 07 Tradition Records discography — TLP 1034, So Early in the Morning Both Sides Now Publications · 1959
  8. 08 Irish Folk Songs and Airs — library sound-recording catalogue RéVOdoc, Val-d’Oise public library network
  9. 09 Mitty Matty Had a Hen — Clancy Children recording record AllMusic · 1962
  10. 10 At Home with the Clancy Brothers & Tommy Makem and their families — track and sleeve notes The Balladeers · 1967
  11. 11 Curriculum Exemplar: Identification of Quarter and Paired Eighth Notes New York State School Music Association Curriculum Committee · 2019
  12. 12 Snatches, Catches, Fragments, and Ditties Canadian Folk Music Bulletin · 2002
  13. 13 Diane Hamilton Collection reel 71 — Mitty Matty Had a Hen Irish Traditional Music Archive · 1961

Übungsplan Takt für Takt

  1. Modul 1: Nicht geübt, beste Punktzahl 0%.
  2. Modul 2: Nicht geübt, beste Punktzahl 0%.

Bringe die Tonreihe unter deine Finger

Gehe die im Stück verwendeten Töne durch und kehre mit demselben ruhigen Atem und derselben Fingerhöhe zurück.

Übung · Bringe die Tonreihe unter deine Finger

Gehe die im Stück verwendeten Töne durch und kehre mit demselben ruhigen Atem und derselben Fingerhöhe zurück.

Modul 1 · Takte 1-4 · die Eröffnungsphrase festigen

Beginne das Stück mit ruhigem Ansatz und lass die erste Phrase bewusst klingen, bevor du weiterspielst.

  • Spiele die Takte 1-4 ohne Pause durch.
  • Halte ein gleichmäßiges Tempo vom ersten bis zum letzten Ton.
  • Lande den letzten Ton sauber mit zentriertem Klang.
Beste Punktzahl 0%

Übung · Takte 1-4

Beginne das Stück mit ruhigem Ansatz und lass die erste Phrase bewusst klingen, bevor du weiterspielst.

Kontrollpunkt · Takte 1-4

Nutze diesen kurzen Checkpoint, um zu prüfen, ob der vorherige Übungsblock sitzt, bevor du weitergehst.

Modul 2 · Takte 5-8 · das Stück sauber abschließen

Behandle die Takte 5-8 wie eine eigene Übung und lass die letzte Landung gesetzt klingen, nicht zufällig.

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Grifftipps für dieses Stück

  • Halte die Mundharmonika mittig und wechsle die Löcher mit kleinen Bewegungen.
  • Bereite das nächste Loch vor, bevor der aktuelle Ton endet.
  • Bereite den Schieber vor jedem veränderten Ton vor und löse ihn beim Naturton.

Übungstipps für dieses Stück

  • Übe jeden Abschnitt langsam mit Metronom und erhöhe das Tempo erst nach drei sauberen Durchgängen.
  • Markiere Atemstellen in den Pausen und unterbrich gehaltene Töne nicht zu früh.
  • Nimm einen vollständigen Durchgang auf und höre zuerst auf Puls, dann auf Tonhöhe und Artikulation.

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Enthält Takte 5-8

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