Dies ist keine Enzyklopädie aller Notationszeichen. Der Leitfaden konzentriert sich auf die Zeichen, die in gewöhnlichen Melodien häufig vorkommen und die du in den abspielbaren Whisflo-Übungen hören oder sehen kannst. Lies, höre und spiele jede Gruppe sofort.
Feste Lesereihenfolge: Schlüssel → Vorzeichen der Tonart → Taktart → Ablauf → Rhythmus → Tonhöhe → Artikulation und Dynamik.
I. Notensystem, Takt und Vorzeichen: zuerst die Karte aufbauen
Die fünf Linien und vier Zwischenräume haben allein noch keine festen Namen. Der Schlüssel legt eine Referenzlinie fest. In Melodien für chromatische Mundharmonika steht meist der Violinschlüssel: Die zweite Linie ist G; die Linien sind E–G–B–D–F und die Zwischenräume F–A–C–E.
Liegt ein Ton außerhalb des Systems, verlängert eine Hilfslinie die Karte. Das mittlere C (C4) steht auf der ersten Hilfslinie unter dem System. Taktstriche teilen die Schläge, der Schlussstrich beendet das Stück. Die Taktart nennt die Zahl der Einheiten und ihren Notenwert.
Die Tonartvorzeichnung setzt die Standard-Vorzeichen. Ein einzelnes Vorzeichen gilt normalerweise bis zum Ende des Taktes.
- Im Violinschlüssel liegt G auf der zweiten Linie.
- Hilfslinien erweitern das System, etwa für das mittlere C.
- 4/4 bedeutet vier Viertelnoten, 3/4 drei.
- Ein Vorzeichen ändert die Tonhöhe im restlichen Takt, sofern es nicht aufgehoben wird.
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System und Tonhöhe: Schlüssel, Takt, Tonart und Vorzeichen
Finde zuerst Violinschlüssel und Taktstriche. Vergleiche 4/4, 3/4 und 2/4 und höre natürliche, veränderte und aufgehobene Töne um das mittlere C.
II. Rhythmus: Zeichen zeigen die Länge von Klang und Stille
Im 4/4-Takt zählt die Viertelnote als ein Schlag. Pausen haben dieselben Zeitwerte wie Noten. Stille ist eine gemessene Handlung; der innere Puls läuft weiter.
| Symbol | Value | Count |
|---|---|---|
| Ganze Note | 4 Schläge | 1–2–3–4 |
| Halbe Note | 2 Schläge | 1–2 |
| Viertelnote | 1 Schlag | 1 |
| Achtelnote | 1/2 Schlag | 1 und |
| Sechzehntelnote | 1/4 Schlag | 1 e und a |
- Punkt und Staccatopunkt: Der Punkt rechts verlängert um die Hälfte; der Punkt über oder unter der Note verkürzt.
- Bindung und Legato: Eine Bindung verbindet gleiche Tonhöhen mit einem Angriff; ein Legato verbindet verschiedene Töne.
- Balken gruppieren Achtel oder Sechzehntel, ohne ihren Gesamtwert zu ändern.
- Eine Triole setzt drei gleiche Töne in die Zeit von normalerweise zwei.
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Notenwert-Labor: lange, kurze Töne, Pausen, Punkte, Bindungen und Triolen
Höre einmal mit klopfendem Puls. Benenne die Regel jedes Taktes und spiele danach im Standardtempo mit.
III. Ablaufzeichen: Musik geht nicht immer von links nach rechts
Wiederholungszeichen, erste und zweite Klammer, D.C. und Fine sind Navigationsanweisungen. Am Wiederholungsende gehst du zum nächsten Wiederholungsanfang zurück; fehlt einer, zum Anfang. Ohne Zahl wird der Abschnitt meist zweimal gespielt.
Der Weg der Klammern lautet A → erste Klammer → A → zweite Klammer. D.C. führt zum Anfang zurück, al Fine stoppt beim Fine nach der Rückkehr.
- Markiere die Wiederholungsgrenzen vor dem Spielen.
- Beim zweiten Durchgang überspringst du 1. und nimmst 2.
- Nach D.C. al Fine hältst du beim zurückkehrenden Fine an.
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Ablauf-Labor: Wiederholung mit erster und zweiter Klammer
Beobachte den Cursor: erste Klammer, Rückkehr und danach zweite Klammer.
IV. Tempo und Dynamik: dieselben Töne können anders wirken
„Viertelnote = 72“ bedeutet 72 Viertelnoten pro Minute. Der Notenwert neben der Zahl ist wichtig. Beginne langsam und gehe erst zum Partiturtempo, wenn jede Phrase sauber ist.
pp–p–mp–mf–f–ff sind relative Stufen, keine festen Dezibel. Auf der chromatischen Mundharmonika bedeutet lauter nicht, das Blatt zu erzwingen, und leiser nicht, die Stütze zu verlieren.
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Dynamikbogen: p → Crescendo → f → Diminuendo
Der Puls beträgt 72 Viertelnoten pro Minute. Vergleiche gleichmäßigen Klang mit der notierten leisen, wachsenden, lauten und abnehmenden Form.
V. Artikulation: wie jede Note spricht
Vergleiche dieselbe Melodie mit verschiedenen Anfängen und Enden. Der Puls bleibt gleich, während der Abstand zwischen den Tönen wechselt.
| Mark | Meaning | Harmonica action |
|---|---|---|
| > | Akzent | Klar beginnen und danach zur Ausgangslautstärke zurückkehren. |
| · | Staccato | Mit der Zunge sauber lösen, ohne den Puls zu verschieben. |
| — | Tenuto | Bis knapp vor die nächste Note halten. |
| Legato | Legato | Mit durchgehendem Atem und weniger Einzelangriffen spielen. |
| Fermate | Fermate | Ton oder Pause kontrolliert verlängern. |
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Sechs Arten, dieselbe Melodie zu sprechen
Vergleiche normal, Staccato, Tenuto, Akzent, Legato und Fermate. Höre auf den Raum zwischen den Angriffen.
VI. Zwei nützliche Verzierungen: erst das Skelett, dann die Farbe
Eine Verzierung ist keine zufällige Reihe zusätzlicher Töne. Sie hat einen Hauptton, eine Richtung zum Nachbarton und eine Zeitbeziehung. Hier bleiben Vorschlag und Triller.
Lass die Verzierung zuerst weg und spiele das Skelett. Füge sie langsam hinzu und kehre dann zum notierten Tempo zurück.
- Vorschlag: schnell zum Hauptton führen; der Hauptton bleibt der Schwerpunkt.
- Triller: Hauptton und oberen Nachbarton schnell abwechseln.
- Die Schieberhand locker lassen und den Puls nicht durch die Verzierung stören.
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Häufige Verzierungen: Vorschlag und Triller
Vergleiche den Vorschlag mit dem Hauptton und höre den schnellen Wechsel zwischen F und seinem oberen Nachbarn. Spiele zuerst das Skelett.
VII. Eine neue Partitur sicher lesen
Scanne eine unbekannte Partitur in sieben Durchgängen, statt sofort den ersten Ton zu spielen:
- Schlüssel und Umfang: tiefsten und höchsten Ton mit deiner Kontrolle vergleichen.
- Tonart: Töne markieren, die Schieber oder ein besonderes Loch brauchen.
- Takt und Tempo: Grundschlag und Schwerpunkt jedes Taktes bestimmen.
- Ablauf: Wiederholungen, Klammern, D.C. und Fine suchen.
- Rhythmusskelett: punktierte und gebalkte Gruppen klatschen oder sprechen.
- Artikulation und Dynamik: Staccato, Bindungen, Akzente und Richtungen markieren.
- Abschnittsweise üben: zwei bis vier Takte langsam spielen und dann verbinden.
VIII. Lesetest
Die Mischübung enthält leise Dynamik, Staccato, Achtel, ein Vorzeichen, Punktierung, Triole, Tenuto, Crescendo, Wiederholung und Fermate. Benenne jede Anweisung vor dem Start.
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Lesetest für Notationszeichen
Zeige vor dem Spiel Takt, Ablauf, Notenwert, Artikulation, Dynamik, Vorzeichen und Verzierung.
VIII. Lesetest
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Die eine Idee zum Mitnehmen
Notation ist keine Wissensfrage, sondern ein Aktionsplan. Beantworte bei jedem Zeichen der Reihe nach: Wo beginne ich, welchen Weg gehe ich, wie hoch ist der Ton, wie lange dauert er und wie beginnt und endet er?
